KiST - Fortbildungen

für Sprachtherapie / Logopädie

Basalganglien und ihre Demenzen

Referentinnen

Dr. Grit Mallien, Dr. Maria Dorothea Heidler

Datum

Fr. 26. November 2021 (10.00-17.15 Uhr)

Unterrichtseinheiten /
Fortbildungspunkte

8 /
4

Seminargebühr

150,- €

Freie Plätze



Die Fortbildung findet online per "Zoom" statt.


Ausgangspunkt sind die Anatomie und Funktion der Basalganglien: Was passiert, wenn es in diesen Strukturen zu degenerativen oder nicht-degenerativen Erkrankungen kommt?

Welche Auswirkungen zeigen sich auf Motorik und Kognition bei diesen Patienten? Dargestellt werden zunächst verschiedene Basalganglienerkrankungen sowie demenzielle Syndrome, verbunden mit der Fragestellung, in welcher Kombination und mit welcher kognitiven Symptomatik diese vorkommen. Neben kognitiven werden zudem sprechmotorische, dysphagische und sprachliche Auffälligkeiten sowie deren Zusammenhänge besprochen.

Für die Diagnostik von Kognition, Dysarthrien und Schluckstörungen bei Basalganglienerkrankungen gibt es derzeit diverse Screenings, die kurz vorgestellt werden. Den Abschluss bilden therapeutische glichkeiten, wobei der Bogen vom LSVT Training bis hin zu Kognitivem Training reicht. Die Diskussion realistischer Therapieziele in Abhängigkeit von der Art der Erkrankung (degenerativ versus nicht-degenerativ), therapeutische Grenzen, aber auch zahlreiche Möglichkeiten des kompensatorischen und kompetenzerhaltenden Trainings bilden den Abschluss des Workshops.

    

Über die Referentinnen


D
r. Grit Mallien

−  Geboren 1971, zwei erwachsene Söhne

−  Studium der Patholinguistik an der Universität Potsdam

−   von 1998-2012 Leiterin der Abteilung Logopädie der Parkinsonklinik in Beelitz- Heilstätten, seit 2013 in eigener Praxis tätig

−  Promotion zum Thema Dysarthrie bei PSP“

−  LSVT LOUD Trainerin, LSVT BIG Referentin und Mitglied der LSVT Academy



 

   Dr. Maria-Dorothea Heidler

−  geboren 1972 in Berlin

−  von 1991-1996 Studium der Sprechwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin

−  seit 1996 in der neurologischen Rehabilitation als Sprachtherapeutin tätig

−  2005 Promotion zum Thema „Kognitive Dysphasien“

−  2006 Ausbildung zur Fachtherapeutin für Kognitives Training

−  seit 2007 Publikationen und Dozententätigkeit

 


Literatur

1. Baumann, T., Tolnay, M. & Monsch, A. (2009): Primär progressive Aphasie: Erinnern ohne

Sprache. Schweizerisches Medizin-Forum 9: 646-650

2. Fox, C., Ebersbach, G., Ramig, L. & Sapir, S. (2012): LSVT LOUD and LSVT BIG: Behavioral treatment programs for speech and body movement in Parkinson disease. Parkinson’s Disease 12: Article 391946

3. Gutzmann, H. & Brauer, T. (2007): Sprache und Demenz. Idstein: Schulz-Kirchner

4. Heidler, M.-D. (2010): Mikrografien. Ursachen, Vorkommen und Interventionsmöglich- keiten. Nervenheilkunde 7-8: 477-481

5. Heidler, M.-D. (2010): Sprachtherapie bei progressiver supranukleärer Blickparese (PSB).

LOGOS Interdisziplinär 18: 192-198

6. Heidler, M.-D. (2011): Sprachstörungen bei Morbus Parkinson aphasisch oder dysexe- kutiv? Sprache Stimme Gehör 35: 157-163

7. Heidler, M.-D. (2012): Die Auswirkungen von Frontalhirnläsionen auf Sprachverarbei- tungsprozesse ein Überblick. Sprache Stimme Gehör 36: 87-93

8. Heidler, M.-D. (2015): Demenz. Einteilung, Diagnostik und therapeutisches Management.

Idstein: Schulz-Kirchner

9. Poewe, W., Seppi, K., Tanner, C.M., Halliday, G.M. et al. (2017): Parkinson disease. Natu- ral Reviews Disease Primers 3: Article 17013

10. Ramig, L., Sapir, S., Fox, C. & Countryman, S. (2001): Changes in vocal intensity following intensive voice treatment (LSVT®) in individuals with Parkinson disease: A comparison with untreated patients and normal age-matched controls. Movement Disorders 16: 79-

83

11. Ramig, L. & Fox, C. (2012): The integral role of speech production in the science and treatment of Parkinson's disease. Movement Disorders 27: 811-813

12. Zwiller, S., Sollberger, M. & Monsch, A.U. (2007): Neuropsychologie der corticalen und subcorticalen Demenzen. So schätzen Sie Ihre Demenz-Patienten richtig ein. Geriatrie Praxis 3: 14-17

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