KiST - Fortbildungen

für Sprachtherapie / Logopädie

Modellorientierte Aphasietherapie -

der Patholinguistische Ansatz in Theorie und Praxis

Henrik Bartels

Lehrlogopäde

8./9. November 2019

Freie Plätze

Die Herangehensweise an aphasische Störungen der Wortverarbeitung verlagert sich in aktuellen Therapie- und Diagnostikverfahren immer mehr von einer modalitätsbezogenen Sichtweise dieser Störungen zu einer komponenten- bzw. modellorientierten Analyse. So können z.B. dem Oberflächensymptom der Benennstörung verschiedene unterschiedliche Ursachen zugrundeliegen (Semantik, Lexikon, segmentale Phonologie, Arbeitsspeicher), deren gezielte Bestimmung und alltagsrelevante Behandlung die Effektivität der Therapie deutlich steigern kann.

Dieses Seminar beschäftigt sich mit Formen und Möglichkeiten der modellorientierten Diagnostik (Schwerpunkt LeMo 2.0) und vertieft, wie das dadurch erlangte Wissen das Verständnis und auch die Behandlung aphasischer Erkrankungen positiv beeinflussen kann. Das Seminar zeigt zudem in strukturierter Form die Möglichkeiten auf, die in der gezielten modellgeleiteten Behandlung aphasischer Beeinträchtigungen liegen. Mit stetigem Alltagsbezug und anhand zahlreicher Beispiele werden Therapiemethoden vorgestellt, die neue Möglichkeiten zur gezielten Therapie in Wort und Schrift eröffnen.

Inhalte:

  • Einführung in Grundlagen und Geschichte der Neurolinguistik
  • Aphasie und ICF
  • Möglichkeiten modellorientierter Diagnostik.
  • Lemo 2.0. Wie kann es im therapeutischen Alltag sinnvoll eingesetzt werden?
  • Weitere Methoden modellorientierter Diagnostik in der therapeutischen Praxis.
  • Therapie von Wortverständnisstörungen
  • Therapie bei Störungen der Semantik 
  • Störungen des Lexikalischen Zugriffs (klassische Wortfindungsstörungen) und der Arbeitsspeicher
  • Therapie bei erworbenen Dyslexien und Dysgraphien


Ort: 

Hannover, Dieckmannstr. 1

Termin:

8. / 9. November 2019

Zeiten: 

Fr.: 13.00 – 19.00 Uhr


Sa.: 9.00 – 16.30 Uhr

Fortbildungspunkte: 

15

Kosten: 

259,00 Euro                                 

Damit neben dem geistigen Input der körperliche nicht zu kurz kommt, sorgen wir für Ihr leibliches Wohl während der Fortbildung!

Henrik Bartels

ist Logopäde (Bsc) und seit 20 Jahren in der Lehre im Fachbereich Aphasie engagiert, unter anderem an der Schule für Logopädie in Berlin-Mitte, der Universität Potsdam und der Europäischen Fachochschule Rostock.

Zudem veranstaltet er im gleichen Themenbereich Fortbildungen für Logopäden, Sprachtherapeuten und Neuropsychologen.

 

Er ist Autor verschiedener nationaler und internationaler Veröffentlichungen.

 

Veröffentlichungen (Auswahl):  

  • Bartels, H. (2000). Evidence for direkt lexical activation of graphic motor patterns from a patient with acquired writing disorders. Journal of Neurolinguistics, 13, 273-275.
  • Bartels, H. (2001). Konzepte zur Behandlung erworbener Dyslexien. Logos interdisziplinär, 9 (3), 162 - 173.
  • Bartels, H. (2006a). Das Therapeutische Handlungsprofil (THAP): Ein neues Instrument zur Überprüfung praktischer Prüfungsleistungen. Forum Logopädie, 3 (20), 30-36.
  • Bartels, H. (2006b). Erworbene Sprachstörungen bei Erwachsenen. In J. Siegmüller & H. Bartels (Hrsg.), Leitfaden Sprache-Sprechen-Stimme- Schlucken (pp. 216-231, 235-239, 252-264). München: Elsevier.
  • Siegmueller, J., & Bartels, H. (Hrsg.). (in fünfter Auflage 2017). Leitfaden Sprache - Sprechen - Stimme - Schlucken. München: Urban und Fischer bei Elsevier.

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